Der Tag, an dem hundert Affen die welt retten sollten

Wenn keiner anfängt, wie soll sich die kritische Masse bilden, die nötig ist, um eine Veränderung zu bewirken?

Vielleicht geht es Dir ähnlich: 

Du liest etwas über unsere Politik, über Gesetze und Entscheidungen die getroffen werden, und kannst dazu nur den Kopf schütteln. Du beschäftigst dich mit Dingen, von denen Du glaubst, dass sie falsch laufen, aber Du denkst Dir: Was soll es schon bewirken, wenn ich etwas verändern will?

Die Antwort darauf lautet: Alles.

Und ich erkläre dir auch, warum.

 

Anfangen möchte ich mit einem Märchen, in dem wie so oft ein Funken Wahrheit steckt.

 

Das Prinzip des hundertsten Affen

 

In den  späten 50ern gab eine japanische Tierforschergruppe einer Gruppe von Affen Süßkartoffeln zu essen.

Diese Süßkartoffeln waren oft schmutzig, voller Erde und Staub. Trotzdem aßen die Affen die Kartoffeln gerne.

Eines Tages fing ein Jungtier an, die Süßkartoffeln vor dem Verzehr in einem Fluß zu waschen.

Das war zwar eine interessante Leistung des jungen Affen, aber kein allzu absonderliches Ereignis.

Bis zu dem Tag, als ein älterer Affe ebenfalls anfing, die Kartoffeln zu waschen.

 

Was die Forscher daran erstaunte war, dass es völlig ungewöhnlich ist, dass ein älterer Affe ein Verhalten von einem jüngeren Affen erlernt. Normalerweise passiert es nämlich genau anders herum. Die Geschichte ist aber noch nicht zu Ende. Nach und nach erlernten weitere Affen die Technik, aber langsam und stetig. 

Bis irgendwann plötzlich die ganze Horde die Technik anwendete, und ihre Süßkartoffeln im Fluß wusch.

 

Die Geschichte basiert auf einer wahren Begebenheit und wurde in der Vergangenheit auch wissenschaftlich falsch interpretiert, weil man meinte, es bräuchte eine kritische Anzahl, die dann zu einer sofortigen kollektiven Verbreitung des neu gewonnen Wissens führen würde.

 

Auch wenn ich diese Vorstellung sehr spannend finde, bietet doch auch der ganz nüchterne Blick auf diese Geschichte zwei tolle Erkenntnisse:

  1. Wir können unser Verhalten selbst ändern und unsere Einstellung den Dingen gegenüber hinterfragen und anpassen.
  2. Und wir können andere inspirieren, sie durch das Teilhaben an unserem Wissen davon profitieren lassen.


Und so braucht es nur einen, der anfängt etwas zu verändern, um die ganze Welt zu verbessern.

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Kommentare: 1
  • #1

    Rebecca Broder (Samstag, 04 Februar 2017 13:05)


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